Artà

Artà ist eine der 53 selbstständigen Gemeinen Mallorcas und gleichzeitig ihr Verwaltungssitz. Die Gemeinde liegt im Nordosten der Insel und ist rund 60 Kilometer von der Hauptstadt Palma entfernt. Im Norden grenzt sie ans offene Mittelmehr und im Osten an die Bucht von Alcudia. Ihre Küste hat eine Länge von ca. 25 Kilometern und ist bis heute unbebaut. Die Einwohnerzahl von Artà beträgt ziemlich genau 6.000. Mit zur Gemeinde gehören acht Berge mittlerer Höhe.

Puig Morai ist eine von 8 Bergen nahe Artà

Der Puig Morai ist mit 561 Metern der Höchste von ihnen. Das Spezielle an diesem Gebiet sind wohl die weitläufig unbewohnten Flächen. Der Name des Ortes ist eine Ableitung des arabischen Wortes für „Garten“. Sein Gesamtbild mit seinen steilen, engen Strassen wird beherrscht von den mittelalterlichen Festungsmauern der Wallfahrtskirche Sant Salvator. Diese sitzt auf dem Gipfel des Ortes.

Das Regionalmuseum Artàs, das Bestände aus privaten Sammlungen beherbergt und sowohl eine ethnologische als auch eine naturgeschichtliche und auch eine archäologische Abteilung hat, ist eine grosse Sehenswürdigkeit. Gegründet wurde es von einer Gelehrten-Gruppe der Stadt. Neben verschiedenen Werkzeugen der Palmenflechter und aus der Textilindustrie kann man hier auch Objekte aus Eisen, Bronze, Keramik und Knochen bewundern, die mit der Geschichte Artàs zusammenhängen.

Urlaub fernab vom Massentourismus

Der Tourismus in Artà ist zwar da, jedoch nicht so stark ausgeprägt, wie in anderen Städten der Insel, wodurch man hier noch die Möglichkeit hat einen entspannenden und ungestörten Urlaub zu verbringen, fern vom Massentourismus, wie er zum Beispiel in Palma de Mallorca praktiziert wird. Besonders beliebt ist Artà bei vielen Touristen als Ausflugsziel, für Besichtigungen und andere derartige Dinge. Besonders die Küstenregion ist für die Touristen interessant. An weitläufigen Dünen entlang befindet sich ein Küstenwanderweg, der von Urlaubern gerne benutzt wird.

Wallfahrtskirche von Sant Salvator und das Stadthaus Na Batlessa

Sehenswerte Kirchen und Klöster sind neben der bereits erwähnten Wallfahrtskirche von Sant Salvator noch die Pfarrkirche La Transfiguració del Senyor und die Einsiedelei Ermita de Betlem, hierbei handelt es sich um ein Kloster, das etwa 10 Kilometer nordwestlich der Stadt im Gebirge erbaut wurde. Weitere Ausstellungen stehen neben dem Regionalmuseum auch noch im Stadthaus Na Batlessa in der Carrer de Ciutat zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um ein Gemeindehaus, welches neben einer Bibliothek auch über umfangreiche Ausstellungsräume verfügt. Unter Anderem der Stufenweg zum Kalvarienberg, der von Zypressen und Steinkreuzen gesäumt ist, zählt zu den imposante Bauwerken Artàs.
Das Talayotische Dorf Ses Paisses, wobei es sich um eine Siedlung der prähistorischen Talayot-Kultur handelt, der Stadtplatz Plaça del Conqueridor und die Talayotsiedlung auf dem Landsitz Sa Canova de Morell, welche nahe Colonia de Sant Pere liegt, sind weitere Augenweiden dieses Gebiets.

Herrliche Badestrände und beliebte Wochenmärkte

Die Strände und Badebuchten der Gemeinde sind San Canova, Arenalet des Verge, Sa font Salada, Cala Matzoc, Cala Estrada, Cala Mitjana und Cala Torta.

Ein weiterer Anziehungspunkt für Touristen sind die Märkte, auf denen nebst frischem Obst und Gemüse auch Handwerksstücke aus der Gegend erworben werden können. Jeden Dienstag, findet auf dem Plaza del Conqueridor ein Wochenmarkt statt. Vormittags ist auf dem Gelände der Villa Na Batlessa ein Kunsthandwerksmarkt und jedes Jahr am zweiten Sonntag im September findet im Stadtgebiet die Messe von Artà statt.


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